Warum bringst du meinem Pferd Öle mit?
Naturkraft für Pferde
Seit einiger Zeit gehört es bei mir zur Standardausstattung, dass ich ein kleines Täschchen dabei habe, in dem mich meine ätherischen Öle begleiten. Dieses Täschchen bringe ich zu jeder Behandlung mit. Teilweise auch zu meinen Trainingspferden. Was hat es damit auf sich?
Ätherische Öle sind meine kleinen Helferlein geworden. Sie können nicht nur bei Krankheiten unterstützen, manchmal sogar schnelle Heilung bringen, sondern helfen auch eine Brücke zwischen mir und dem Pferd zu bauen. Alleine das Riechen eines Dufts kann innerhalb von 2 Sekunden den Gemütszustand verändern. Oder eine Massage mit einer entsprechenden Ölmischung an Schmerzpunkten des Körpers hilft deinem Pferd, die darauf folgende Behandlung noch besser zulassen zu können, weil Schmerzen und Anspannung schon gelindert sind.
Du kennst das auch. Du riechst einen Duft und fühlst dich sofort mit allen Sinnen in eine Situation zurückversetzt. Oder du bekommst eine Massage mit einem dir angenehm riechenden Öl und kannst plötzlich viel besser loslassen. Die Wirkung entfaltet sich übrigens dann nicht nur über das Riechen, sondern die Wirkstoffe der Pflanzen in den Ölen werden über die Haut aufgenommen, gelangen in den Blutkreislauf und werden so an die Stellen geschwemmt, wo sie gebraucht werden.
Allerdings gibt es bei den ätherischen Ölen etwas zu beachten! Irgendwelche Öle, die aus Pflanzen über irgendwelche Destillationsverfahren (z.B. mit Alkohol) gewonnen werden, die im Labor verdünnt und gestreckt werden, oder die überhaupt gar nicht aus Pflanzen gewonnen, sondern synthetisch hergestellt werden, haben an unseren Tieren und auch an und in unseren Körpern nichts verloren. Diese tun uns nicht gut und richten möglicherweise sogar Schaden an.
Die Öle, die ich nutze, sind laborgeprüft, 100% rein, sicher und wirksam.
Sie nutzen die Essenz der ganzen Pflanze und nicht nur einen einzelnen extrahierten Wirkstoff. Dadurch wirken sie mit ihrem gesamten Spektrum und in ihrer ganzen Natürlichkeit auf den Körper und den Geist des Pferdes (und auch des Menschen). Das mache ich mir also in der Behandlung zunutze. Die Behandlung geht so noch tiefer und ich kann noch bessere Behandlungserfolge erzielen.
Besonders spannend wird es, wenn wir in der Akupunkturbehandlung schauen, welche Disbalancen in den Meridianen und Funktionskreisen vorliegen, dann ein passendes Öl mithilfe der Diagnostik und der Pferdenase auswählen, und dieses Öl dann auf die entsprechenden Akupunkturpunkte auftragen.
Jetzt fragst du dich vielleicht, wobei diese Öle denn helfen können? Ich nenne dir ein paar Symptome und Krankheiten, bei denen mir bzw. meinen Pferden die Öle schon geholfen haben:
Atemwegsinfekte und Equines Asthma, COB, Bindehautentzündung, Gastritis, Sehnenprobleme, Schmerzen im Bewegungsapparat, Wunden und Wundheilung, Mauke und Strahlfäule.
Das ist natürlich noch längst nicht alles und auch die Öle alleine sind kein Wunderheilmittel. Die Mischung aus Management (Haltung, Bewegung, Fütterung, Herde, Stress, Equipment, Hufbearbeitung) und den Behandlungen wie Osteopathie und Akupunktur, der guten medizinischen Versorgung durch die Tierarztpraxis meines Vertrauens, und einem sinnvollen Training machen aus euren Pferden die Pferde, die ihr volles Potenzial entfalten und ausschöpfen können.
Bevor du jetzt selbst ganz begeistert losziehst und anfängst, selbst ausprobieren zu wollen, setze dich bitte mit erfahrenen TherapeutInnen zusammen, besuche einen Infoabend zu ätherischen Ölen oder lies dich schlau, denn es gibt in der Auswahl der Öle und ihrer Anwendung einiges zu beachten, damit es für dein Pferd eine bereichernde Erfahrung werden kann.








